… im Interview. Familie, Job und Reisen – wie schaffen wir das?

Mondlandschaft Namibia Desert Tracks Swakopmund

Der Alltag mit Kindern bringt mich regelmäßig an meine Grenzen. Ich glaube, das versteht jede Mutter, ob sie arbeitet oder nicht. Viele Mütter hängen an ihrem Job – nicht nur wegen des Geldes, sondern auch, um zum Beispiel wieder ein paar Stunden nur mit Erwachsenen zu verbringen. Und irgendwie haben wir uns ja alle mal bewusst für unseren Job entschieden, zum Teil lange darauf hingearbeitet, evt. studiert, unbezahlte Praktika durchgestanden.

Und wer richtig Glück hat, dem macht der Job ja ganz einfach auch Spaß. Vielleicht nicht immer jede Minute, aber am Ende des Tages ist man doch froh über die interessanten Aufgaben, die netten Kollegen, ein spannendes Projekt. Oder einfach nur darüber, dass einem mal ein paar Stunden niemand auf dem Schoß hatte, der einen Banane ins Haar schmiert (außer, man arbeitet überwiegend nackt, äh, nachts oder für einen Haarpflegeprodukt-Hersteller).

Verena von Mami Rocks aus Tirol hat mit mir und vielen anderen Müttern ein Interview gemacht – genau über die Themen Familie, Job, Reisen und die Vereinbarkeit dieser drei. Ich finde es so spannend, zu lesen, wie andere das hinbekommen. Und erhoffe mir immer, dass auch DER Tipp dabei ist, der unser Leben sorgenfreier macht. Schaut doch mal auf Verenas tollen Seite vorbei. Neben meinen Geständnissen zu Überlastung, Sumor-Ringerinnen und Wein gibt es bei ihr auch ganz viel Schönes & Spannendes zu lesen.

So läuft der Alltag bei uns

Ich dachte immer, es ist ja fantastisch, wenn man von Zuhause aus arbeiten kann. Und das auch noch bei freier Zeiteinteilung. Pffft – und muss sagen, dass ich trotzdem oft nur einen Bruchteil von dem schaffe, was so anliegt, bzw. was an Ideen in meinem Kopf rumflitzt. Ich mache ja nicht nur den Blog, sondern arbeite als Journalistin. Seit ich die Kinder habe, freiberuflich. Das heißt, es gibt Aufträge, Abgabetermine und ab und zu auch mal Pressereisen.

Im Alltag finde ich von Zuhause aus zu arbeiten schwieriger, als ich früher gedacht hätte. Zwar kann man direkt morgens an den Schreibtisch, aber dann ist da Zuhause ja auch noch

  • die Wäsche
  • der Abwasch
  • der Schmutz
  • der Hund
  • des Essen, was mittags fertig sein muss
  • das spannende Buch, was ich so gerne dringen weiter lesen möchte
  • Facebook
  • Instagram
  • usw usw usw usw usw
So sieht mein sorgenfrei Homeoffice in etwa aus

Homeoffice braucht also auch Organisation und Motivation. Und Zuhause arbeiten, wenn die Kinderlein da sind, bekomme ich gar nicht hin (möchte ich eigentlich auch nicht). Die Autorin Alexa Hennig von Lange hat mal in einem Interview gesagt, sie würde immer am besten schreiben, wenn alle Kinder um den Tisch herum tollen. Könnte ich im Leben nicht! So bleiben mir also jeden Tag nur wenige Stunden zwischen Kinder wegbringen und Kinder abholen, in die viel reingequetscht werden muss.

Leider bin ich nicht immer auf Knopfdruck kreativ. Manchmal schleiche ich mich regelrecht um den Laptop, bis ich endlich mit dem Schreiben beginnen kann. Ich beneide meine Kollegen, die sich nachts, wenn alles ruhig und dunkel ist, die Finger heiß tippen. Spätestens ab 18 Uhr kann ich kaum noch gerade aus denken, um 22 Uhr schlummere ich meist süß und selig.

Heißt in der Kurzfassung: Morgens um 6.30 Uhr aufstehen, um 8 Uhr Kinder zur Schule bringen, anschließend mit dem Hund gehen, 9 Uhr zurück, arbeiten, aufräumen, alles, was anfällt … Ab 12.30 Uhr steht Mutti brav am Herd, nimmt um 13 Uhr die Kinderlein in Empfang und zusammen verbringen wir die Nachmittage mit spielen, Sport, Taxi-Fahrten, nebenbei ein bisschen aufräumen, usw. Abendbrot essen wir gegen 18.30 Uhr  und wenn ich Glück habe, schlafen alle unter zehn Jahren gegen 20.45 Uhr. Wenn es gut läuft, trinke ich dann noch ein Glas Wein mit meinem Liebsten und wir plaudern oder schauen eine Folge Life in pieces.

Tschüß, meine Süßen, bis bald!

Oh, Pressereisen – meine Lieblingszeit. Für ein paar Tage bin ich nicht die Hauptverantwortliche. Ich muss nur die Kinder organisieren und zum nächsten Bahnhof oder Flughafen kommen. Ab da ist die meist sehr nette PR-Dame zuständig und alles läuft. Finde den Fehler …

Genau: „Ich muss nur die Kinder organisieren…“ Geht natürlich nicht immer so leicht. Meist gehen die Pressereisen etwa vier Tage und die sind gerne übers Wochenende. Da bleiben nur der Freitagnachmittag und Montagmorgen übrig. Das überbrücken wir mit Oma, Freunden, Kindergarten-Überstunden. Meist klappt es, aber eben nicht von alleine. Bis die Betreuung für alle drei Kinder für jeden Tag samt Bringen oder Abholen steht, bin ich manchmal fix und fertig.

Trotzdem würde ich nicht tauschen wollen. Weder den Job noch die Familie. Nur ein paar mehr Stunden am Vormittag, das wäre schön. Ihr wisst schon, für Wäsche, kochen, Bücher, Facebook …

Wie bekommt ihr euren Alltag geregelt? Lasst mir doch mal ein paar Tipps da …

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